Das „PINK!“ – Projekt

Projekt „PINK!“ –  Praxisnah, Individuell, Nachhaltig, Konkret

Projektlaufzeit: 15.09.2017 bis 30.06.2022

Das Projekt wird mit 8 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen im Landkreis Saalekreis durchgeführt:

  • Ganztagsschule „Adolf Holst“ Mücheln
  • Sekundarschule „Unteres Geiseltal“ Braunsbedra
  • Sekundarschule „Saale-Elster-Auen“ Schkopau
  • Sekundarschule „Quer – Bunt“ Querfurt
  • Sekundarschule “August Bebel” Leuna
  • Johann-Gottfried-Borlach Gemeinschaftsschule Bad Dürrenberg
  • Sekundarschule „Albrecht Dürer“ Merseburg
  • Sekundarschule „Bertolt Brecht“ Zöschen

Es begleitet alle Schüler*innen der Klassenstufen 8 und 9 mit praxisnahen Berufsorientierungsangeboten:

  • Kennenlernen betrieblicher Berufsfelder und realer, beruflicher Tätigkeiten
  • begleitende Stärkenanalyse aller Schüler * innen im Projekt (Einzelgespräche und Gruppenangebote)
  • Reflexionen der erworbenen berufspraktischen Erfahrungen

Ziele und Ergebnisse:

  • die Verbesserung der berufspraktischen Orientierung,
  • eine kontinuierliche, individuelle, stärkenorientierte Begleitung aller Schüler*innen und
  • eine Orientierung auf arbeitsmarktrelevante Berufsbilder und Fachkräftebedarfe der Region.

Alle Projektinhalte sind an den Unterricht angebunden und erfolgen in Abstimmung und Zusammenarbeit mit weiteren wichtigen Akteuren und schulischen Angeboten in der Berufsorientierung. Die Termine und Angebote sind in den Schulalltag eingebunden.

Inhalte

Berufspraktischer Unterricht

Die Schüler*innen der Klassenstufen 8 und 9 absolvieren in einem 14-tägigen Rhythmus (7 Schultage pro Klassenstufe) den Berufspraktischen Unterricht in jeweils einem der sechs Berufsfelder. Die Schulklassen (max. 60 Schüler*innen) nehmen dabei in Kleingruppen mit i.d.R. 10 Schülern*innen pro Berufsfeld teil.

Vermittlung von praktischen Fähigkeiten und theoretischem Wissen

Die praktische Berufserprobung erfolgt in den Werkstätten, Laboren und Übungsräumlichkeiten der IBLM e.V. am Standort Leuna. Erfahrene Ausbilder*innen vermitteln den einzelnen Schülern*innen theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten aus dem Berufsfeld und informieren über reale betriebliche Arbeitsabläufe und Anforderungen. Der Unterricht orientiert sich dabei an den Rahmenlehrplänen der jeweiligen Berufsfelder. Zusätzlich setzen sich die Schüler*innen in einer Unterrichtseinheit mit Bewerbungsmodalitäten, Berufsbildern und deren Möglichkeiten und Anforderungen auseinander.

Durch die Einbettung des Projektes in den Technik- bzw. Hauswirtschaftsunterricht der Schulen erfolgt eine regelmäßige Bewertung der Arbeitsqualität und -leistung der Schüler*innen in Form von Schulnoten. Im gesamten Prozess der praktischen Erprobung werden die Schüler*innen von Lehrkräften der Schulen begleitet. Dies schafft Transparenz sowie einen individuellen Einblick in die Leistungen und Bedarfe der Schüler*innen.

Abschließende Lehrprobe und Zertifikat

Den Abschluss des Berufsfeldes bildet eine Lehrprobe, in der die gelernten Fähigkeiten und Kenntnisse theoretisch, praktisch und mündlich abgefragt werden. Mit dieser Lehrprobe werden die Schüler*innen vorbereitend in die Situation einer Gesellen- bzw. Abschlussprüfung versetzt. Die Lehrprobe wird durch die Ausbilder*innen im Berufsfeld und einer verantwortlichen Lehrkraft der Schule begleitet.

Alle Schüler*innen erhalten mit Abschluss des Berufsfeldes eine mündliche und schriftliche Einschätzung des/der Ausbilder*in zum Leistungstand, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Praxisorientierte Stärkenanalyse

Die praxisorientierte Stärkenanalyse wird in individuellen Einzelgesprächen sowie in Gruppensettings (Kleingruppenarbeit, Klassenverband) umgesetzt.

Individuelle Reflexion und Stärkenanalyse

Für jede Schülerin und jeden Schüler wird ab Klassenstufe 8 eine individuelle Stärkenanalyse in Form eines Stärkenprofils erstellt und bis Ende der Klassenstufe 9 fortgeschrieben. Die Inhalte des Stärkenprofils werden mit Hilfe der Einzelgespräche sowie der Beobachtungen aus den Gruppenangeboten gefüllt. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen arbeiten zudem eng mit den Ausbilder*innen zusammen und begleiten im Rahmen der Stärkenanalyse punktuell den berufspraktischen Unterricht.

Die individuellen Einzelgespräche finden in den Zeiten der praktischen Berufsorientierung sowie innerhalb der jeweiligen Schule statt. Die zeitlichen Möglichkeiten werden dabei im Vorfeld mit der jeweiligen Schule festgelegt.

Die fortlaufende Dokumentation wird Bestandteil des Berufswahlpasses und ist somit jederzeit sowohl für Schüler*innen und Eltern einsehbar als auch im Gespräch mit der Beratungsfachkraft der Agentur für Arbeit nutzbar.

Reflexion von berufspraktischen Erfahrungen und Stärken im Klassenverband

An einem Tag im Schuljahr reflektieren die Schüler*innen der Klassenstufen 8 und 9 im Klassenverband die eigenen Stärken und Fähigkeiten sowie ihre erworbenen berufspraktischen Erfahrungen aus dem Unterricht und den Praktika.

Die Jugendlichen setzen sich zudem reflexiv mit der Tätigkeit im gewählten Berufsfeld auseinander. Somit wird ein zusätzlicher Raum geschaffen, in dem Erfahrungen ausgetauscht und Einblicke in andere Berufsfelder genommen werden können. Die Reflexion wird durch zwei Projektmitarbeiter*innen begleitet. Die Ergebnisse und Beobachtungen aus der Reflexion werden für alle Schüler*innen dokumentiert und fließen in das individuelle Stärkenprofil ein.